Biofilm – Die unterschätzte Gefahr

Wie Sie Keime in der Behandlungseinheit effektiv bekämpfen 

Ob zum Kühlen der Behandlungsinstrumente oder zum Ausspülen des Mundes – Wasser spielt eine große Rolle für den zahnärztlichen Behandlungskomfort. Doch wenn das Wasser aus der Behandlungseinheit mit Keimen belastet ist, wird daraus schnell eine Gefahr für die Gesundheit. Aus diesem Grund sollte der Wasserqualität im Rahmen des Hygienemanagements stets große Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Jährliche Wasseranalyse

Das Wasser in Zahnarztpraxen gilt laut Trinkwasserverordnung § 3 als „Wasser für den menschlichen Gebrauch“ und muss bestimmte Bedingungen bezüglich Keimfreiheit, Genusstauglichkeit und Reinheit erfüllen. Um eine ausreichende Trinkwasserqualität in Zahnarztpraxen sicherzustellen,  ist laut RKI-Richtlinien in regelmäßigen Abständen, vorzugsweise alle 12 Monate, eine Wasseranalyse durchzuführen. Bei Anhaltspunkten für Mängel sollte der Wassertest in kürzeren Abständen erfolgen.

Für die Analyse werden an den Instrumenten und Becherfüllern der Behandlungseinheit und ggf. weiteren Entnahmestellen Wasserproben entnommen und durch ein akkreditiertes Labor geprüft. Untersucht werden die Keimzahl im Praxiswasser sowie das Vorkommen von Pseudomonas aeruginosa und Legionellen. Die Obergrenze der tolerierbaren Keimbesiedlung für eine Entnahmestelle liegt bei 100 keimbildenden Einheiten (KBE) pro 1 ml.

Biofilm in der Behandlungseinheit

Gerade in den engen Schläuchen der Behandlungseinheiten bildet sich schnell Biofilm, der einen optimalen Nährboden für pathogene Keime bietet. Gründe sind unter anderem hohen Temperaturen in der Einheit und lange Stagnationszeiten des Wassers über Nacht oder übers Wochenende.

Reinigung der Einheit

Deshalb gehört laut RKI das zweiminütige Spülen der Entnahmestellen für Kühl- und Spülwasser ohne aufgesetzte Übertragungsinstrumente oder abnehmbare Geräteteile zur Vorbereitung des Behandlungsraumes am Morgen dazu. Und auch nach jedem Patienten sollte die Einheit noch einmal (min. 20 sec.) gespült werden.

Moderne Einheiten verfügen heute meist über automatisierte Spülprogramme sowie über eine integrierte Entkeimungsanlage, die dem Betriebswasser kontinuierlich Mittel zu Keimbekämpfung zusetzt („Beimpfung“). Darüber hinaus sollte eine regelmäßige Reinigung der Schläuche, Filter und Ventile erfolgen, um dem Biofilm und der Keimzahl in der Dentaleinheit vollständig Herr zu werden.

Was nützen Wasserfilter in der Behandlungseinheit?

Zur Unterstützung der Keimbekämpfung in der Behandlungseinheit können mechanische Wasserfilter eingesetzt werden. Sie halten Schwebeteilchen und Keime auf und minimieren so die Keimbesiedlung in den Schläuchen der Dentaleinheit. Allerdings müssen diese Wasserfilter regelmäßig gereinigt und getauscht werden. In vielen Dentaleinheiten ist schon ab Werk ein Filter eingebaut.

Qualifizierte Prüfung und Biofilmentfernung

Nach Vorgaben des RKI muss die Überprüfung des Wassers immer von geschultem Personal vorgenommen werden. Unsere qualifizierten Servicetechniker:innen von GERL. Dental übernehmen gern die Wasseranalyse in Zusammenarbeit mit einem akkreditierten Labor.

Sollte eine Keimbelastung festgestellt werden, kann durch uns, mit dem speziellen Verfahren des Biofilm Removing, eine Keimreduzierung zur Einhaltung der Grenzwerte erreicht werden.

Wir beraten Sie gern umfassend zu diesem Thema.